Kunst für Jedermann - Projektupdate

Update – „Mit Kunstwerken im öffentlichen Raum der Stadt Werl im Dialog“: Werl besitzt nicht nur außergewöhnliche Kunstwerke im sakralen Kontext, sondern auch etliche zeitgenössische Kunstwerke im Stadtgebiet. Eine Gruppe jüngerer und älterer Bürgerinnen und Bürger trifft sich, tauscht sich aus zum Thema ‚zeitgenössische Kunst‘: Was ist Kunst? Was ist zeitgenössische Kunst? Braucht eine Stadt überhaupt Kunst? Was macht Kunst mit uns?“ So viel zu der Projektidee, aber wie sieht es aktuell in der Umsetzung aus: Was haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bisher gemacht? Wie sind sie dabei vorgegangen? Und welches Kunstwerk ist bisher bei Jung und Alt am beliebtesten? – Das sind die Fragen, die wir mit unserem heutigen Update beantworten wollen!

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Fotos Kunstwerkstatt Werl

Die Gruppe 5, also die jüngeren Bürgerinnen und Bürger, trifft sich wöchentlich jeden Dienstag zwischen 17.15 Uhr und 19.45 Uhr. Zu Beginn des Jahres hatten sie sich in der Dämmerung auf den Weg durch die obere Fußgängerzone (Steinerstraße) gemacht, um erste Werler Kunstwerke zu skizzieren. In der Kunstwerkstatt wurden diese Skizzen weiter ausgearbeitet und es wurde  recherchiert: Wer hat die Kunstwerke geschaffen, wie viele sind es und haben sie überhaupt etwas mit Werl zu tun?

In Anlehnung an die betrachteten Kunstwerke sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich damit beschäftigen, was sie selbst für ein Kunstwerk schaffen würden, wenn sie als Künstler oder Künstlerin die Aufgabe bekämen, ein neues Kunstwerk in Werl aufzustellen. So entstanden  viele verschiedene Werke: Graffitis und ein nicht funktionstüchtiges Gewehr aus Acryl auf Leinwand, eine Notenspielerei auf einer Kachel, ein Fußball aus Ton mit einer aufgesetzten Krone „König Fußball“, das Sternzeichen Zwilling, zwei Bäume unter einer Glaskuppel, drei Grazien behütet von einem Schirm und ein Butler, letztere auch aus Ton.

Die Ergebnisse sind nicht nur vielfältig in der Optik und Individualität, sondern auch in den Gedankenansätzen, die dahinter stecken: Sport, Bewegung, Musik, Träume, der Wunsch nach etwas Neuem oder Modernem, der Wunsch nach Frieden, der Gedanke an den Klimawandel und sicherlich noch vieles mehr. Zuletzt beschäftigte sich die Gruppe mit Masken und Kunst am Bau: Was sind Masken? Wozu sind sie gut? Aus welchem Material sind sie hergestellt? Sobald die Arbeit an dem Projekt fortgesetzt werden kann, werden die großen Masken fertiggestellt und sind dann bald in der Ausstellung sowie eventuell auch in der Broschüre zu sehen, die zu unserem Projektthema erstellt wird und allen Bürgerinnen und Bürgern kostenlos zur Verfügung stehen soll.

Die Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer unseres Kooperationspartners, dem Kunst- und Kulturverein Werl e.V., arbeiten in der meisten Zeit eigenständig, zu schwierig ist es, sie regelmäßig zu einem Treffen zusammenzubekommen. Allerdings konnte bereits ein Treffen stattfinden (ein weiteres Treffen musste aufgrund der aktuellen Situation leider ausfallen), bei dem Petra Kook als Projektleiterin die Idee des Projektes erläuterte und riet, sich zuerst einmal einige Kunstwerke im öffentlichem Raum Werls anzusehen und sich die gleichen Gedanken zu machen, wie sie auch die Jüngeren bereits gemacht haben.

Aus den Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer können wir schließen, dass sie sich zuerst auf den Weg gemacht und sich darüber hinaus schon viele Gedanken zu dem Projekt gemacht haben, aber auch schon einige Ergebnisse präsentieren können. So ist bei einem Teilnehmer schon die eine oder andere Maske aus Keramik entstanden. Aber es gibt bei vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch schon Ideen, was oder wie sie für dieses Projekt arbeiten wollen, wenn sie sich auch noch nicht sicher sind, was sie am Ende wirklich machen wollen. Einige Teilnehmer*innen haben neben Ideen zur Umsetzung auch erst einmal recherchiert und sich weitere Gedanken zu dem Projekt oder einem bestimmten Werler Kunstwerk gemacht. So ist zum Beispiel bereits eine ausführliche Zusammenfassung entstanden, was die auf einem Buch sitzende Eule (neben der Buchhandlung Stein) mit Werl zu tun hat.

Die Eule neben der Buchhandlung Stein war nicht nur der Ideengeber für diese ausführliche Recherche, sondern hat auch alle anderen Projektteilnehmer*innen in ihren Bann gezogen. Viele Jüngere haben von diesem Kunstwerk ihre Skizze erstellt und auch viele der Ältere sind auf ihrem Rundgang bei diesem Kunstwerk hängengeblieben.

Das Kunstwerk „Eule“ ist aktuell wohl das beliebteste in den Reihen der Projektteilnehmer und auch eines der Kunstwerke, dass wohl die meisten beim Lesen dieses Textes oder beim Überlegen, welche Kunstwerke man in Werl kennt, konkret vor den Augen haben.  Warum auch immer, die Eule scheint etwas Besonders zu haben…

In den nächsten Monaten soll es weiter darum gehen, was Kunst ist, für wen es Kunst gibt und ob Kunst überhaupt nötig ist: „Relikte aus früheren Zeiten mit dem Jetzt, der Kunst von 2020, zusammenbringen“, so Petra Kook. Alle weiteren Informationen zu dem Projekt finden Sie hier auf unserer Homepage. Schauen Sie immer mal wieder herein – wir freuen uns auf Sie!

03.04.2020, 15.00 Uhr

Weitere Fotos zu unserem Projekt und die komplette Projektbeschreibung finden Sie unter dem Projekt „Kunst für Jedermann“! 

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